Wir sind längst da ...


 Fr 17. Januar 2020, 14:30 h | 60 Minuten
  HAU 3 | Bühne, Berlin


Es gibt derzeit einen politischen Trend. Er besteht darin, ländliche Räume »neu zu entdecken«, »zu entwickeln« und »abgehängte« Regionen mit den Mitteln der Kunst wieder einzufangen. Das schlägt sich in diversen, explizit für den ländlichen Raum angelegten Förderprogrammen nieder. Über selbige freuen wir uns, müssen aber auch einmal festhalten: Die freien darstellenden Künste leisten seit jeher jenseits urbaner Strukturen einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung. Diese Arbeit ist Teil unserer Entstehungsgeschichte – wir sind längst da, als Überzeugungstäter*innen in der Fläche unterwegs und haben eine starke Bindung zum Publikum vor Ort. Wir kennen die Themen und Orte und wissen, wo der Schuh drückt. Was also kann die Politik von uns lernen? Was funktioniert und was nicht? Und wie bewerten wir den politischen Trend der »Wiederentdeckung des ländlichen Raumes«?

Zum Einstieg ins Thema bringen uns zwei Experten ihren Blick auf die Thematik mit: Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Universität Hildesheim, aus wisschenschaftlicher Sicht und Georg Kistner, Dramaturgie Theater Lindenhof (Melchingen), aus seinem Alltag. Im Anschluss leitet Georg Kasch, Kulturjournalist, das Gespräch mit Cornelia Unrauh, Allerhand Theater (Herrenhof), und Ulrike Seybold, Vorstandsmitglied Bundesverband Freie Darstellende Künste und Geschäftsführung Landesverband Freier Theater Niedersachsen und Uwe Lübking, Beigeordneter für Soziales, Bildung und Kultur im Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB).

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt und wird simultan ins Englische gedolmetscht. Keine Anmeldung nötig.


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